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Der Sommer ist vorbei – das Festival geht weiter

Der Sommer ist vorbei – das Festival geht weiter

Ganz zum Schluss der Salzburger Festspiele 2020 präsentierte italienische herausragende Künstlerin und Sängerin Cecilia Bartoli via Aussendung das Programm des alljährlichen Musikfestivals Salzburger Pfingstfestspiele 2021.

Das Festival wird im nächsten Jahr von 21. bis 24. Mai stattfinden. „Roma Æterna“ bzw. die „Ewige Stadt“ Rom wird in dessen Mittelpunkt stehen.

Cecilia Bartoli bedarf keine Vorstellung. Sie besitzt eine der bekanntesten und ungewöhnlichsten Stimmen in der Welt des klassischen Gesangs und ist zum achten Mal in Folge Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, einer nicht ebenso großangelegten, aber schillernden und selbständigen Veranstaltung im Rahmen des Konzepts des Hauptfestivals Salzburger Festspiele, die sich in der Stadt zu Pfingsten stattfindet. Jedes Jahr wird die Hauptoper unter Teilnahme von Bartoli auch ins Programm der großen Sommerfestspiele aufgenommen, in diesem Jahr ist Gaetano Donizettis Komödie „Don Pasquale“ zu solcher Veranstaltung geworden.

Das Programm der Salzburger Pfingstfestspiele 2021, das Bartoli wieder einmal mit besonderer Ehrfurcht aufstellt, bearbeitet und präsentiert, werde ein «Liebesbrief» an ihre Heimatstadt sein, so die Sängerin.

"Rom, voller Stolz und unerbittlichen Verfalls, ist die Stadt, die besondere Faszination auf seine Besucher ausübt - aber für mich, das kleine Mädchen, das seinen Hund im Park der Villa Doria Pamphilj ausführte und später mit seinem roten Fiat Cinquecento rund ums Kolosseum in Richtung Konservatorium steuerte, war es lange Zeit einfach die Stadt, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Erst nachdem ich diese Stadt für lange Zeit verlassen hatte, wuchs mein Bewusstsein für die besondere Rolle und Bedeutung Roms in der Welt“, sagt Cecilia Bartoli.

Zentrales Werk der Salzburger Pfingstfestspiele 2021 wird die szenische Aufführung des Oratoriums „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ von Georg Friedrich Händel, das laut Bartoli „tiefste Menschlichkeit des Dramas“ sei.

Cecilia wird daran die Rolle von Piacere spielen; Regie wird Robert Carsen aus Kanada, der früher mit großer Begeisterung mit Bartoli arbeitete und zum Liebling der Zuschauer dank ihrer gemeinsamen Inszenierung des Oratoriums «Semele» von Händel wurde, die schon seit über 13 Jahren mit unvergleichlichem Erfolg im Opernhaus Zürich läuft. Am Dirigentenpult wird Gianluca Capuano stehen.

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals wird die Konzertaufführung der Oper «Tosca» von Giacomo Puccini mit hochkarätiger Prominentenbesetzung sein, darunter auch Jonas Kaufmann, Anja Harteros und Bryn Terfel. „Kaum eine Oper ist mit der Stadt Rom so eng verbunden wie Giacomo Puccinis Tosca“, sagt Bartoli. Sie selbst wird daran eine Nebenrolle spielen, die Rolle eines Hirtenjungen, die Sie zum ersten Mal im Alter von 10 Jahren auf der Bühne der Römischen Oper spielte. Musikalischer Leiter der Veranstaltung wird legendärer und einzigartiger Zubin Mehta sein.

Noch ein großes und eigenartiges Werk, das in im Rahmen des Programms aufgeführt wird, wird das Werk von Alessandro Scarlatti sein - das Oratorium «l primo omicidio, overo Cain».

Laut Cecilia Bartoli soll das Konzert dem Oratorium als einem Genre Tribut zahlen, dessen Blüte Ende des 17.Jahrhunderts dem überall geltenden katholischen Verbot von Oper und Drama folgte. Ans Dirigentenpult des Ensembles «Artaserse» ist berühmter Countertenor Philippe Jaroussky eingeladen.

Als dritte Konzertaufführung wird die Oper «La clemenza di Tito» von Wolfgang Amadeus Mozart erklärt - eine der letzten Opern des Komponisten, deren Handlung im Jahr 79 n.Chr. in Rom spielt. Cecilia Bartoli wird die zentrale Partie von Sesto aufführen; als musikalischer Leiter wird virtuoser Gianluca Capuano auftreten. Darüber hinaus umfasst das Programm des Festivals eine Reihe von Konzerten unter Teilnahme von Prominenten wie Maxim Wengerov, John Eliot Gardiner, Lea Desandre und andere.

Cecilia Bartoli ist seit 2012 Künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, wo ihr Vertrag bis 2026 verlängert wurde, abgesehen von ihrem künftigen Engagement in der Opéra de Monte-Carlo ab Januar 2023.

Bekanntermaßen mussten die diesjährigen Pfingstfestspiele wegen der verlautbarten Regierungsmaßnahmen aufgrund der Corona Virus Pandemie abgesagt werden. Das Festival wurde unter dem Titel "La couleur du temps (Die Farbe der Zeit)" geplant und sollte den Werken von Pauline Viardot-García gewidmet werden. Die Erstaufführung von Gaetano Donizettis Oper „Don Pasquale“, die in Sankt Petersburg 1845 erstellt worden ist, wurde auch für die Pfingstgestspiele 2020 sowie für die Salzburger Festspiele, die im Sommer 2020 ihr 100-jähriges Jubiläum feiern sollten, geplant.

Diese Pläne sind vorerst auf Eis gelegt. Dem Publikum der Salzburger Sommerfestspiele im nächsten Jahr wird vermutlich eine neue Version von „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ präsentiert, das ein wesentlicher Bestandteil jeder Sommerfestspiele in Salzburg unter Teilnahme von Cecilia Bartoli ist, sowie die erste Überraschung im Programm des laufenden hundertjährigen Jubiläums vom Intendanten Markus Hinterhäuser im Jahr 2021.