Vom 25. bis 26. August hielt sich Sergej Lawrow, Außenminister der Russischen Föderation, zu einem Arbeitsbesuch in Wien auf, im Rahmen dessen ein Treffen mit dem Bundeskanzler der Republik Österreich Sebastian Kurz, Gespräche mit dem Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich Alexander Schallenberg, Treffen mit den Mitgliedern des Koordinierungsausschusses des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“, sowie Vertretern der österreichischen Geschäftskreise stattfanden. Darüber hinaus legte Sergej Lawrow einen Kranz zum sowjetischen Denkmal am Schwarzenbergplatz in Wien nieder.
Im Rahmen des Besuchs wurden die Schlüsselfragen der bilateralen Agenda erörtert, insbesondere in Bezug auf die Perspektiven und Hauptrichtungen der Entwicklung der handels- und wirtschaftlichen, kulturellen, humanitären, zwischengesellschaftlichen Beziehungen. Die Aufmerksamkeit wurde auch der bilateralen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bekämpfung der Covid-19-Infektion, den Beziehungen zwischen der EU und Russland, der Situation in Afghanistan und Weißrussland gewidmet.
Am 25. August hielt Russlands Außenminister Sergej Lawrow eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem österreichischen Außenminister Alexander Schallenberg ab. Schallenberg betonte die Bedeutung der Erhaltung und Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Russland und Österreich auf hohem Niveau, die Aufrechterhaltung eines offenen Gesprächs zwischen beiden Staaten, und wies auf die Verdienste des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ in der Umsetzung dieser Mission hin.
„Ich schätze den offenen, unprätentiösen Dialog, und die Atmosphäre, die es uns ermöglicht, auch solche Themen zu diskutieren, zu denen wir keine gleiche Meinung haben. Und diese Gespräche finden auf allen Ebenen statt, und für uns ist der Sotschi-Dialog von besonderer Bedeutung“, sagte der Außenminister der Republik Österreich.
Der russische Außenminister bezeichnete auch den Sotschi-Dialog als eine der wichtigsten Plattformen zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Österreich und wies auf den allmählichen Übergang in die Phase der praktischen Umsetzung des Programms des österreichisch-russischen Jahres der Literatur und des Theaters 2021-2022 hin, an dem sich das Forum aktiv beteiligt.
„Wir schätzen die kulturellen und humanitären Beziehungen hoch, die fortgesetzt wurden, wenn auch meist im virtuellen Format. Ihre Intensität ist dabei sogar gestiegen. Eine bedeutende Rolle spielte dabei das österreichisch-russische Forum „Sotschi-Dialog“, durch das breite Wissenschafts- und Expertenkreise, Studenten und Schüler an dieser nützlichen Tätigkeit beteiligt sind“, sagte der Minister, „das Programm des gemeinsamen Kreuzjahres der Literatur und des Theaters wird umgesetzt. Während des Besuchs plane ich, die entsprechenden Pläne mit den Mitgliedern des Sotschi-Dialogs und Vertretern der Geschäftskreise zu besprechen.“