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Aus den Hörsälen der MSU auf Reise durch das ganze Land: Wie österreichische Pädagoginnen und Pädagogen den Reichtum Russlands entdecken

Aus den Hörsälen der MSU auf Reise durch das ganze Land: Wie österreichische Pädagoginnen und Pädagogen den Reichtum Russlands entdecken

Nach intensiven akademischen Diskussionen und Gesprächen über Fragen der Wissenschaftsdiplomatie im Schuwalow-Gebäudekomplex der MGU fand das Besuchsprogramm des Österreichischen Verbandes der Russischlehrerinnen und Russischlehrer eine eindrucksvolle Fortsetzung. Organisator der nächsten Etappe der Landeskunde für die Gäste war das österreichisch-russische zivilgesellschaftliche Forum „Sotschi-Dialog“: Die Delegation begab sich zum Nationalen Zentrum „Russland“.

Höhepunkt der Route war die groß angelegte interaktive Ausstellung „Reise durch Russland“. Für die Lehrkräfte, die täglich die russische Kultur für sich selbst und ihre Studierenden entdecken, wurde dieser Besuch zu einer einzigartigen anschaulichen Erfahrung. Dank moderner multimedialer Lösungen und interaktiver Stände konnten die Gäste innerhalb einer Stunde buchstäblich durch 11 Zeitzonen „fliegen“ – von Kaliningrad bis Kamtschatka – und sich mit den Errungenschaften, Traditionen und dem touristischen Potenzial der Regionen vertraut machen.
Die Ausstellung hinterließ bei der österreichischen Delegation einen starken Eindruck. Der Vorsitzende des Verbandes und Russischlehrer am katholischen Schottengymnasium beim Schottenstift in Wien, Sebastian Hacker, teilte seine Eindrücke von der Ausstellung:

„Mich hat sehr beeindruckt, wie hier die vielfältige Kultur, Natur und Geschichte dargestellt werden. Ich denke, jeder sollte sich diese Ausstellung ansehen und erkennen, dass Russland nicht nur die russische Sprache ist, sondern auch viele Völker und viele kulturelle Eindrücke.“

Besonderes Interesse beim ausländischen Gast weckten der Abschnitt zur Frühgeschichte sowie das technologische Niveau der Ausstellung. Sebastian Hacker hob insbesondere das interaktive Format der Ausstellung hervor:

„Besonders interessant war es, mehr über den Denisova-Menschen zu erfahren – ein uraltes Beispiel menschlichen Lebens. Auch die hier präsentierten Technologien haben mich enorm beeindruckt. Ich denke, dass die Arbeit mit den Technologien der Zukunft Russland große Perspektiven eröffnet, sein Wissen zu präsentieren und der ganzen Welt von Nutzen zu sein.“

Sebastian Hacker besucht Russland bereits seit vielen Jahren und gesteht, dass ihn jedes Mal nicht nur das Ausmaß des Landes, sondern auch die Herzlichkeit der Menschen beeindruckt. Beim Vergleich der geografischen Größenverhältnisse merkte er lächelnd an, dass das kleine Österreich etwa 80-mal auf dem Gebiet Russlands Platz finden würde – doch entscheidend sei vor allem das Gefühl der Einheit und Offenheit: „Wir spüren immer, dass die Menschen in Russland sich freuen, uns zu sehen, uns ihr Land zu zeigen und uns davon zu erzählen.“

Ein idealer und schmackhafter Abschluss dieses umfassenden Eintauchens war der Besuch des Food-Courts im Nationalen Zentrum „Russland“. Nach der erlebnisreichen Führung gönnten sich die österreichischen Kollegen eine echte kulinarische Tour und probierten traditionelle Gerichte aus den unterschiedlichsten Regionen unseres Landes.
Der lebendige humanitäre Dialog geht weiter und hinterlässt bei den Gästen die schönsten, herzlichsten Eindrücke sowie Inspiration für neue gemeinsame Projekte.

*Das Interview stammt von der Website des Nationalen Zentrums „Russland“.