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Ausstellung „Gefangene des Nationalsozialismus: Opfer oder Sieger“

Ausstellung „Gefangene des Nationalsozialismus: Opfer oder Sieger“

Am 12. Mai fand in Wien die Ausstellung mit Werken der Künstlerin Ekaterina Kudryawtsewa und des Künstlers Peter Grigoriew statt, die dem Tag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg und dem Tag der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen gewidmet war.

Von besonderer Bedeutung war die Porträtgalerie ehemaliger KZ-Häftlinge, die von Ekaterina Kudryawtsewa speziell für diese Ausstellung angefertigt wurde. Der monumentale Charakter der Werke bekräftigt die Erinnerung an die Helden, die die schrecklichen Zeiten im Konzentrationslager Mauthausen in den Jahren 1938-1945 überlebt haben.

Das Konzentrationslager befand sich nicht weit vom schönen Wien entfernt und ganz in der Nähe der gleichnamigen Stadt, nach der es benannt wurde. Das Lager wurde während des Dritten Reichs zu einem der brutalsten und grausamsten Orte, der bis heute die Seele erschüttert. Im Laufe der Jahre seines Bestehens wurden dort mehr als hunderttausend Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Ländern der Welt erschossen, gefoltert, starben in Gaskammern oder an tödlichen Injektionen, an Kälte, Hunger oder Krankheiten, an Misshandlungen, an rücksichtsloser Ausbeutung.

Ekaterina Kudryawtsewa porträtiert in diesen Porträts sowohl Zeugen, Opfer als auch Helden, die Zeiten der Gefangenschaft durchlebt haben. Das großformatige Format der Porträts vermittelt den Besuchern der Ausstellung das Gefühl, diesen Menschen ganz nahe zu sein, und vermittelt dem Betrachter all den Schmerz und die Hoffnungslosigkeit, die sie einst erlebt haben.

Das Werk „Engel bringen die Märtyrer ins Paradies“ spiegelt die hohe Bedeutung des Evangeliums wider, als nach dem von Jesus Christus erzählten Gleichnis Lazarus, der sein Leben in Armut und Qualen verbrachte, von Engeln in den Himmel gebracht wurde, während der reiche Besitzer, in dessen Haus der Märtyrer Lazarus sein Leben verbrachte, zu den Qualen in der Hölle gebracht wurde.

Die Ausstellung umfasst auch ein großformatiges Werk von Pjotr Grigoriew, das aus zwei Teilen besteht. Der linke Teil zeigt den Einzug Christi in Jerusalem und die Menschenmenge, die ihm entgegenkommt und seinen Weg mit bunten Kleidern bedeckt. Der rechte Teil der Komposition stellt das Urteil des Pilatus dar, bei dem die gleiche Menge, angestachelt von den Hohenpriestern, die den Mord an Christus geplant hatten, schreit: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!“

Dank dieser unterschiedlichen und gegensätzlichen Bilder wird die Ausstellung zu einer Art bildlicher Ermahnung an die Menschheit. Sie ist auch eine historische Lektion, denn der Künstler ist der Meinung, dass das Vergessen und der Verrat am Christentum zu den schrecklichsten Folgen führt, einschließlich der Schaffung des brutalen Systems der deutschen Konzentrationslager.