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Das Forum „Sotschi-Dialog“ nahm an den Tagen der russischen Avantgarde in Wien teil

Das Forum „Sotschi-Dialog“ nahm an den Tagen der russischen Avantgarde in Wien teil

Im Kammertheater „Pygmalion“ in Wien fand ein bedeutendes kulturelles Ereignis statt – die Eröffnung der Tage des russischen Theateravantgarde. Im Mittelpunkt des Programms stand die Ausstellung „Mysterium-Buff von Aristarch Lentulow“, die mit maßgeblicher Unterstützung des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“, der russischen Botschaft in Österreich und des Theatermuseums namens A.Bakhruschin organisiert wurde.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Philipp Kaplan, Theaterdirektor und Hauptdarsteller, der seine Freude über die erfolgreiche Umsetzung dieses bilateralen Projekts zum Ausdruck brachte. Er betonte, dass in der heutigen geopolitischen Lage Initiativen, die zur Erhaltung und Stärkung humanitärer Beziehungen beitragen, besonders wichtig seien. „Kultur ohne Grenzen“ – dieser Gedanke wurde zum Leitmotiv des Abends.

Mit einer Begrüßungsrede des Assistenten des Präsidenten der Russischen Föderation und Co-Vorsitzenden des „Sotschi-Dialogs“ Andrej Fursenko trat die stellvertretende Direktorin des Forums Daria Kozlowa auf. Ihre Rede wurde vom Kulturreferenten der russischen Botschaft in Österreich, Stanislaw Smirnov, ins Deutsche übersetzt. Am Ende der Übersetzung fügte Herr Smirnow persönlich Worte des Dankes an den „Sotschi-Dialog“ für dessen persönlichen Beitrag und die enorme organisatorische Arbeit hinzu, die dieses Projekt ermöglicht haben.

In seiner Ansprache hob Andrej Fursenko die besondere Rolle der Kulturdiplomatie als Brücke des gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens zwischen Russland und Österreich hervor. „Die Kulturdiplomatie zwischen Russland und Österreich spielt in der heutigen Welt eine besonders wichtige Rolle, da sie als Brücke des gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens zwischen den beiden Ländern dient. Trotz politischer Differenzen ermöglichen kulturelle Beziehungen die Aufrechterhaltung des Dialogs und die Stärkung der humanitären Beziehungen, die auf gemeinsamen Werten und einem reichen historischen Erbe beruhen“, sagte Andrej Fursenko in seiner Rede.

Andrej Fursenko wies auch darauf hin, dass die Ausstellung in Wien, die die bislang größte Schau von Lentulows Werken im Ausland in den letzten 30 Jahren ist, die glorreiche Tradition fortsetzt, Kunst als Instrument der „Soft Power“ und zur Stärkung der Beziehungen zwischen den Völkern zu nutzen.

Der künstlerische Leiter des Theaters „Pygmalion“, Geirun Tino, sprach ausführlich über die Bedeutung der russischen Avantgarde für die Weltmalerei. „Die einzigartige Idee der russischen Avantgarde besteht darin, dass ihre Schöpfer zum ersten Mal sagten, dass Kunst nicht ein Spiegel des Lebens sein sollte, sondern dessen Filter. Ohne die russische Avantgarde hätte es keine französische Avantgarde gegeben, hätte es keine großen Schöpfer der westlichen Avantgarde gegeben. Diese Bewegung entstand aus einem Funken, der in Russland entzündet wurde“, erklärte er.

Im Rahmen der Tage der russischen Avantgarde, die bis zum 30. Oktober dauern, erwarten die Zuschauer auch Aufführungen nach Werken von Anton Tschechow, Wladimir Majakowski und Fjodor Dostojewski sowie eine Vorführung des legendären Films „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein.

Dieses Projekt zeigt anschaulich, wie die gemeinsamen Anstrengungen von Institutionen der Zivilgesellschaft und Kulturorganisationen dazu beitragen, auch in schwierigen Zeiten starke Brücken der Freundschaft und des gegenseitigen Interesses zwischen Russland und Österreich zu erhalten.