Das russisch-deutsche zivilgesellschaftliche Forum Petersburger Dialog wurde im Jahr 2001 auf Initiative vom Präsidenten Russland Wladimir Putin und dem damaligen Bundeskanzler Deutschland Gerhard Schröder ins Leben gerufen. Das Hauptziel des Forums war und bleibt Schaffung einer soliden Grundlage für die Entwicklung der russisch-deutschen Beziehungen durch Ausbau der zivilgesellschaftlichen Partnerschaft beider Länder.
Die erste Tagung des Forums fand im April 2001 in St. Petersburg statt und widmete sich dem Thema „Russland und Deutschland an der Schwelle des 21. Jahrhunderts - Blick in die Zukunft“. Etwa 100 Vertreter russischer und deutscher Zivilgesellschaften nahmen an dieser Veranstaltung teil, es wurde in fünf Arbeitsgruppen gearbeitet. In den ersten Jahren beschränkte sich der Petersburger Dialog auf die Organisation und Durchführung von Jahrestagungen. Mitte der 2000er Jahre änderte sich die Situation: das Forum entwickelte sich zu einer ganzjährigen Struktur. Dies wurde vor allem durch die Arbeitsgruppen umgesetzt, die ihre Tagungen während des Jahres durchgeführt haben.
Heute besteht der Petersburger Dialog aus zehn Arbeitsgruppen, jede Arbeitsgruppe veranstaltet zwei bis drei Sitzungen pro Jahr in verschiedenen Orten Russlands und Deutschlands. Die Arbeitsgruppen sind in folgenden Bereich tätig: Zivilgesellschaft, Gesundheitsschutz, Kultur, Zukunftswerkstatt, Wissenschaft und Bildung, Politik und Medien, Kirchen in Europa, Ökologische Modernisierung und Wirtschaft. Ziel dieser Sitzungen ist es, aktuelle Trends in der Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen zu verfolgen und in bilateralen Diskussionen Kompromisse zu finden.
Darüber hinaus finden mit Unterstützung des Forums russisch-deutsche Konferenzen, Seminare und Symposien zu verschiedensten Themen statt, einige von denen auf Initiative der Leiter der Arbeitsgruppen des Forums. Zu diesen Projekten gehören beispielsweise das Russisch-Deutsche Sozialforum, Schule für junge Wissenschaftler (AG Zivilgesellschaft), Peter-Boenisch-Gedächtnispreis (AG Medien), jugendtheologische Treffen (AG Kirchen in Europa), Jugendforum des Petersburger Dialogs, der russische-deutsche Science Slam, der internationale Wettbewerb, benannt nach der Akademikerin Ljudmila Werbitskaja (AG Wissenschaft und Bildung).
2020 wird die Arbeit angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus wird die Arbeit online fortgesetzt.
Mitglieder des Petersburger Dialogs von russischer Seite
Vorsitzender des Lenkungsausschusses
Dr. Wiktor Alexejewitsch Zubkow
Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für das Zusammenwirken mit dem Forum der gasexportierenden Länder, Aufsichtsratsvorsitzender von Gazprom
Stellv. Vorsitzender des russischen Lenkungsausschusses
Prof. Dr. Nikolai Michailowitsch Kropatschew
Rektor, Staatliche Universität St. Petersburg
Lenkungsausschuss
insgesamt 42 Mitglieder
Mitglieder des Petersburger Dialogs von deutscher Seite
Vorstand
Ronald Pofalla
Vorstandsvorsitzender des Petersburger Dialogs, Bundesminister a. D., Vorstand Infrastruktur, Deutsche Bahn AG
Oliver Hermes
Stellv. Vorsitzender des Vorstands des Petersburger Dialogs, Vorsitzender Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Marieluise Beck
Mitglied des Vorstands des Petersburger Dialogs, Direktorin Ostmitteleuropa/Osteuropa, Zentrum Liberale Moderne
Dr. Johann Wadephul MdB
Vorstandsmitglied des Petersburger Dialogs, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Außen-, Verteidigungs-, und Sicherheitspolitik, Europarat
Johann Michael Möller
Vorstandsmitglied, Hörfunkdirektor beim MDR (2006–2016), deutscher Herausgeber der deutsch-russischen Zeitung „Petersburger Dialog“, deutscher Leiter der Arbeitsgruppe Medien
Matthias Platzeck
Vorstandsmitglied des Petersburger Dialogs, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Vorstandes des Deutsch-Russisches Forums
Stefanie Schiffer
Vorstandsmitglied, Geschäftsführerin, Europäischer Austausch gGmbH
Ehrenvorsitzender
Dr. h. c. Lothar de Maizière
Ministerpräsident a. D.; Bundesminister a. D.; Rechtsanwalt, Kärgel de Maizière & Partner
Mitglieder
insgesamt 60 Mitglieder