Am Rande des Ministertreffens der „Gruppe der Zwanzig“ (G20) zu Forschung und Innovation, das vom 21. bis 22. September in Pretoria stattfand, fand ein für die globale Wissenschaftsgemeinschaft bedeutendes Ereignis statt – die zweite Sitzung des Runden Tisches der führenden wissenschaftlichen BeraterInnen der G20-Länder. Die russische Delegation beteiligte sich aktiv an der Diskussion und stellte zwei wichtige Projekte vor: das Forum „Sotschi-Dialog“ und der Stiftung „Vyzov“.
Die Initiative des Runden Tisches der wissenschaftlichen BeraterInnen, die ursprünglich im Rahmen der indischen Präsidentschaft mit Unterstützung der UNESCO ins Leben gerufen wurde, stärkt weiterhin die institutionellen Grundlagen für die internationale Zusammenarbeit. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, ein gemeinsames Forum für die Entwicklung abgestimmter Ansätze zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen zu schaffen, denen sich die weltweite Wissenschafts- und Technologiegemeinschaft gegenübersieht.
Die russische Delegation bestand aus Vertretenden der Wissenschaftsdiplomatie:
Irina Kuklina, Exekutivdirektorin des Analysezentrums des Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation, und Maria Matweewa, Direktorin des Sekretariats des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ und Wissenschaftsdirektorin der Stiftung zur Förderung wissenschaftlicher und kultureller Beziehungen „Vyzov“.
In ihrer Rede betonte Maria Matweewa, wie wichtig es sei, die Kommunikationskanäle auch zu den Ländern aufrechtzuerhalten, deren Regierungen eine unfreundliche Haltung einnehmen. Als erfolgreiches und funktionierendes Beispiel für eine solche Zusammenarbeit wurde die Tätigkeit des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ angeführt. Dieses Projekt zeigt deutlich, dass wissenschaftlicher und kultureller Austausch über politische Barrieren hinweg entwickelt werden kann und muss.
Grenzen überwinden: Gleichstellung der Geschlechter und globale Förderung von Talenten
Die Stiftung „Vyzov“ nutzte die G20-Plattform, um ihre Erfolge bei der Verringerung der Geschlechterkluft in Wissenschaft und Technologie vorzustellen. Ein anschauliches Beispiel für diesen Fortschritt ist die positive Entwicklung der Beteiligung von Frauen am gleichnamigen Preis: Der Anteil der Bewerberinnen stieg von 20 % auf 26 %.
Laut den Unterlagen der Stiftung, besteht ihr Hauptziel darin, das Ansehen des Wissenschaftlerberufs zu verbessern und eine globale Gemeinschaft ohne Grenzen zu schaffen. Um diese Mission zu verwirklichen, ist die Stiftung „Vyzov“ offen für Partnerschaften mit den G20-Ländern und Afrika, um gemeinsam Talente auf der ganzen Welt zu fördern.
Konsolidierte Position der G20 zu Schlüsselthemen
Als Ergebnis der Veranstaltung formulierten die Teilnehmenden mehrere Grundprinzipien, die die Zukunft der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit bestimmen:
· Wissenschaft und Technologie sind das wichtigste Instrument zur Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung.
· Berücksichtigung von Besonderheiten – Bei der Entwicklung und Umsetzung wissenschaftlicher Lösungen müssen nationale und regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.
· Menschenzentriertheit – Forschung und Innovation, die auf die Bedürfnisse des Menschen ausgerichtet sind, müssen besondere Priorität erhalten.
· Unterstützung der Zusammenarbeit – Die Entwicklung internationaler wissenschaftlicher Partnerschaften und die gezielte Förderung junger Wissenschaftler sind von großer Bedeutung.
Ein solcher Dialog auf höchster Ebene hat erneut bestätigt, dass die Wissenschaft eine universelle Grundlage für ausgewogene internationale Entscheidungen bildet. Die Vertretung Russlands durch den „Sotschi-Dialog“ und die „Vyzov“-Stiftung und andere ähnliche Projekte stärkt nicht nur die Position des Landes in der globalen Wissenschaftslandschaft, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer gemeinsamen Zukunft, die auf Wissen und Zusammenarbeit basiert.