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Erinnerung an die Heldentat: In Moskau fand die Premiere des Films „Die Hasenjagd“ statt

Erinnerung an die Heldentat: In Moskau fand die Premiere des Films „Die Hasenjagd“ statt

Im Moskauer Kino „Illusion“ fand die Premiere des Dokumentarfilms „Die Hasenjagd“ statt, der der legendären und tragischen Flucht sowjetischer Kriegsgefangener aus dem Konzentrationslager Mauthausen im Februar 1945 gewidmet ist. Der Film, der Archivmaterial, Aussagen von Historikern und dramatische Rekonstruktionen kombiniert, versetzt den Zuschauer in die Ereignisse zurück, als fast fünfhundert zum Tode verurteilte Gefangene unter unglaublichen Anstrengungen durch den Stacheldraht brachen, um dann einer regelrechten Jagd durch das Militär und die lokale Bevölkerung ausgesetzt zu sein.

Die Veranstaltung wurde von Maria Matweewa, Direktorin des Forums „Sotschi-Dialog“, eröffnet. In ihrer Begrüßungsrede verlas sie Grußworte des Beraters des Präsidenten der Russischen Föderation und Co-Vorsitzenden des Forums „Sotschi-Dialog“, Andrej Fursenko, sowie des Leiters der Kulturabteilung der Stadt Moskau, Alexej Fursin. Der Berater des Präsidenten betonte die Bedeutung solcher Projekte für die Bewahrung der historischen Wahrheit und den Aufbau eines Dialogs zwischen den Völkern. „Es ist wichtig, dass die Arbeit mit dem historischen Gedächtnis nicht punktuell erfolgt. Sie muss systematisch, konsequent und ehrlich sein. Dieser Film ist Teil der systematischen Arbeit des „Sotschi-Dialogs“, die darauf abzielt, dass die schwierigen Seiten unserer gemeinsamen Geschichte nicht zu einem Hindernis werden, sondern zur Grundlage für gegenseitiges Verständnis.“

Igor Nikitin, stellvertretender Direktor der Dritten Europaabteilung des russischen Außenministeriums, verlas eine Grußbotschaft des stellvertretenden Außenministers Dmitrij Lubinskij, in der die besondere Bedeutung des Films im Kontext der heutigen Erinnerungspolitik hervorgehoben wurde.

Im Rahmen der Veranstaltung sprach auch der Vorstandsvorsitzende der Alexander-Pechersky-Stiftung, Ilja Wassiljew, über andere Projekte zur Bewahrung der Erinnerung.

„Unsere Stiftung hat bereits umfangreiche Forschungsarbeiten durchgeführt, deren Ergebnis die Veröffentlichung einer Sammlung von Materialien über den Aufstand in Mauthausen sein wird“, erklärte er. Ilja Wassiljew fügte hinzu, dass die Stiftung weitere Initiativen zur Verewigung der Erinnerung an die Helden der „Schlacht von Mauthausen“ durchführt und weiterhin nach Nachkommen der Häftlinge sucht.

Wir glauben, dass „Die Hasenjagd“ mehr als eine dokumentarische Chronik ist. Es handelt sich um eine groß angelegte historische Untersuchung, die die Namen der Helden aus der Vergessenheit holt, die ganze Komplexität und Ambivalenz dieser Ereignisse offenbart und daran erinnert, dass die Erinnerung an den Krieg nicht nur eine Ehrung der Gefallenen ist, sondern auch eine moralische Lehre für die Zukunft. Vor Beginn der offiziellen Reden wurde den Gästen ein Teaser des Films gezeigt, dessen musikalische Untermalung ein Lied von Egor Jakowlew war, das durch seine Musik die Tiefe der Erlebnisse und die Kraft des Geistes der Helden des Films vermittelt.

Dieser Abend, der gemeinsam vom Alexander-Pechersky-Stiftung, dem Forum„Sotschi-Dialog“ und dem Projekt „Digitale Geschichte“ organisiert wurde, war ein weiterer Schritt in unserer gemeinsamen Arbeit. Jeder solche Film, jede solche Geschichte ist nicht nur eine Ehrung der Erinnerung, sondern auch unsere Brücke in die Zukunft, die auf dem Fundament der historischen Wahrheit gebaut ist.