Vor einem Jahr, gerade am Tag der Unterzeichnung des Staatsvertrags, haben die Präsidenten Russlands und Österreichs die Gründungssitzung des gesellschaftlichen Forums am Schwarzen Meer feierlich eröffnet. In ihren Reden wurde betont, dass das neue Format dazu berufen sei, traditionelle Schwerpunkte der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Musik und Kunst, Sport und Theater zu fördern, sowie neue Kooperationsformen in den Bildungs- und wissenschaftlichen Bereichen, auch durch Jugendaustausch, zu erproben.
Die Umsetzung des 1. Teils dieses Auftrages hat sehr
schnell mit verschiedenen thematischen Veranstaltungen begonnen. Die Geographie der Forum-Aktivitäten erreichte bereits in den ersten Monaten Moskau und Wien, St. Petersburg und Salzburg und wird weiterhin in beiden Ländern ausgeweitet.
Schon Anfang Frühling konnte man behaupten, dass der Sotschi-Dialog zu einem der Stützpunkte unserer Beziehungen geworden ist. Mitte März hätte die „Denkwerkstatt Fuschl“mit spannenden Diskussionen zu Geschichte, Recht und Kultur stattfinden sollen, als die Corona-Krise zuschlug. Diese mit schöpferischem Input der Jungkräfte vorbereitete Veranstaltung wird, wie auch andere Projekte des FSD, sicherlich später nachgeholt.
Aber auch in den von der Pandemie überschatteten Tagen setzt das FSD seine Tätigkeit inhaltlich fort. Dem
Aufruf der Staatschefs folgend, werden dabei auch neue Formen erprobt. Wie bei den Diplomaten, verlegte das Forum seine laufende Tätigkeit ins Internet. Junge russische Aktivisten des FSD haben eine Reihe interessanter Onlineprojekte ins Leben gerufen, wie das #stayhomewithsochidialogue mit interessanten Vorlesungen über die Kunst. Weitere werden bald folgen.
Der Dialog und das Zusammenwirken werden also auch in der Krise fortgesetzt. Wir hoffen und sind sogar zuversichtlich, dass die beim Sotschi-Gipfeltreffen von unseren österreichischen Partnern ausgesprochene Einladung, das 2. FSD in Salzburg zu veranstalten, noch heuer umgesetzt wird. Es heißt also – keine Zeit zu verlieren und inhaltliche Vorbereitungen durch die Steering Committees zu fördern.