Christoph Leitl, ehemaliger Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und amtierender Präsident der europäischen Wirtschaftskammer-Organisation Eurochambres, hat einen Kommentar bezüglich der Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland gegeben. In einem Interview mit der regionalen Tageszeitung des Bundeslandes Oberösterreich „Oberösterreichisches Volksblatt“ teilte Herr Leitl mit, mit welchen Entscheidungen auf EU-Ebene er einverstanden ist und welche er überhaupt nicht nachvollziehen kann und plädierte für einen neuerlichen Dialog mit Russland.
„Wenn eine Medizin über Jahre ein Leiden nicht verbessert, sondern verschlechtert, wechselt man entweder die Medizin oder den Arzt. Die Sanktionen haben nichts gebracht und werden nichts bringen. Ziel muss es sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen und die Sanktionen Schritt für Schritt wechselseitig zurückzunehmen und etwa den russischen Markt für unsere landwirtschaftlichen Produkte wieder zu öffnen und den Russen Zugang zu europäischer Wissenschaft zu geben. Es wird nichts besser, wenn man in den Schützengräben verharrt, sondern nur, wenn man aufeinander zugeht. Ich sehe die Wirtschaft in der Position, Brücken zu bauen. Russland und Europa wären gemeinsam ungeheuer stark“, sagte Herr Leitl.
Quelle: https://volksblatt.at/wir-machen-in-oesterreich-nicht-alles-perfekt-aber-sehr-viel-richtig/
Weitere Informationen: Datum: 18.12.2020