Das Programm des zweiten Tages der internationalen Konferenz des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi Dialog“ „Dialoge über Genomik: Best Practices der Laboratorien der Russischen Föderation und Europas“ enthielt elf 40-minütige Sitzungen im TED-Format von führenden Wissenschaftlern Russlands und Europas. Unter den Referentinnen und Referenten waren russische und ausländische Leiter der besten bilateralen Projekte, die im Rahmen von Zuschüssen von der Russischen Akademie der Wissenschaften für gemeinsame Forschungen mit europäischen Partnern finanziert wurden, Vertreter führender Laboratorien der Russischen Föderation und Europas, die sich durch ein hohes internationales Ansehen und anerkannte Forschungsergebnisse auszeichnen.
Eine Besonderheit der Vorträge der ReferentInnenn am Rande der Konferenz war die Berichterstattung sowohl der wissenschaftlichen als auch der organisatorischen Komponente der Arbeit des Labors und der durchgeführten Forschungen. Jede Referentin und jeder Referent, die vor dem Publikum sprachen, teilten nicht nur eigene Berufserfahrung und Wissen, sondern sprachen auch über eigenen Lebensweg und den Prozess der Schaffung eines Labors, äußerten die Meinung zu den Fragen, die die wissenschaftliche Gemeinschaft erregen, und gaben wertvolle Empfehlungen an KollegInnen bezüglich der Organisation der Arbeit der Labors.
Die Vorlesung von Omar Kantidze, stellvertretendem Direktor für wissenschaftliche Arbeit, Leiter des Labors für Stabilität des Genoms der föderalen staatlichen haushaltsplangebundenen wissenschaftlichen Einrichtung „Institut für Genbiologie der Russischen Akademie der Wissenschaften“ zum Thema „Struktur und Stabilität des 3D-Genoms“ eröffnete den zweiten Tag der Konferenz. Der Referent wies in seiner Rede auf die Bedeutung der russischen und internationalen wissenschaftlichen Konferenzen und der Teilnahme an Kollaborationen für junge WissenschaftlerInnen hin, erzählte über die größten Probleme, die mit der Eröffnung eines eigenen Labors verbunden sind, und über die möglichen Lösungen dieser Probleme.
Konstantin Sewerinow, hervorragender Spezialist auf dem Gebiet der Molekularbiologie, Projektleiter des Zentrums für vollgenomische Sequenzierung, Leiter der Laboratorien am Institut für molekulare Genetik der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAW), Direktor des Zentrums für Lebenswissenschaften des Skolkovo-Instituts für Wissenschaft und Technologie, Professor an der Rutgers-Universität (USA), Doktor der biologischen Wissenschaften, erzählte den KollegInnen seine Entstehungsgeschichte als Wissenschaftler, teilte einige Gedanken über den Anreiz für die Entwicklung der jungen Wissenschaftler, verglich die Leistungen der jungen Labors in den USA und Russland und rief seine KollegInnen-Landsleute auf, ihre Fähigkeiten auf neue Weise zu betrachten. Der Referent nannte die Fähigkeit des Laborleiters zu lehren und zu unterrichten eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg des Labors.
„Das Wichtigste in Ihrem Labor sind die Menschen. Wenn Sie keine Leute haben, haben Sie nichts. Und der einzige Weg, sie zu bekommen – ist sie zu lehren“, sagte Konstantin Sewerinow.
Über die Tätigkeiten, die wissenschaftlichen Errungenschaften und die Geschichte der Entwicklung der genetischen Forschung der föderalen staatlichen haushaltsplangebundenen wissenschaftlichen Einrichtung „Föderales Forschungszentrum für Tierproduktion namens L.K. Ernst“, erzählte Natalia Zinowiewa, Direktorin des Instituts, Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Richtung Genetik der Tiere, Doktorin der Biologie, Professorin. Johann Sölkner, Leiter der Abteilung für Tierhaltung der Universität Wien für Naturressourcen und Biowissenschaften (Österreich), österreichischer Referent, der trotz der schwierigen epidemiologischen Situation persönlich zur Konferenz gekommen war, hielt einen Vortrag zum Thema «Fakten statt Mythen: genomische Revolution in der Tierproduktion». Der österreichische Wissenschaftler sprach über den Vorschlag von Natalia Zinowiewa im Jahr 2014, an der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Föderalen Forschungszentrums für Tierproduktion namens L.K. Ernst teilzunehmen. Johann Sölkner erwähnte die große Anzahl von gemeinsamen Veröffentlichungen und die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit russischen Wissenschaftlerinnen und äußerte die Hoffnung auf die Fortsetzung der produktiven Arbeit im bilateralen Team auf lange Sicht.
„Ich liebe es, an wissenschaftlichen Kooperationen mit russischen Kolleginnen und Kollegen teilzunehmen, und ich bin sehr dankbar, jetzt hier auf dieser Konferenz anwesend zu sein“, sagte der Wissenschaftler aus Wien.
Auf der Konferenz sprach auch Laurent Genzbittel, französischer Vertreter der wissenschaftlichen Gemeinschaft, Professor, Leiter des Labors für digitale Landwirtschaft des Skolkovo-Instituts für Wissenschaft und Technologie. In seinem Bericht „Verwendung von Agrogenomik und Biotechnologie, um den agro-industriellen Komplex Russlands auf globaler Ebene zu erhöhen“, stellte er einen Überblick über die landwirtschaftlichen Märkte der EU und der Russischen Föderation dar, wies auf die vielversprechenden Aussichten Russlands in der Branche im Falle der notwendigen Forschung und Umsetzung der entsprechenden Technologien hin, erwähnte das strategische Ziel des Skolkovo-Instituts für Wissenschaft und Technologie, die russische Landwirtschaft auf globaler Ebene zu festigen.
Am Rande der Konferenz teilen auch die folgenden Personen die Geschichte des wissenschaftlichen Weges und die Organisation der Arbeit der Labors:
- Wsewolod Makeew, Spezialist im Bereich der Systembiologie, Genetik und Bioinformatik, Leiter des Labors, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, Wissenschaftler der föderalen staatlichen haushaltsplangebundenen wissenschaftlichen Einrichtung „Institut für Allgemeine Genetik namems N. I. Vavilov“ — "Bioinformatik der Regulierung des Wechsels von Genen bei höheren mehrzelligen Organismen"
- Veniamin Fischman, Kandidat der Biologie, führender Forscher im Bereich der genomischen Mechanismen der Ontogenese des Labors für künstliche Intelligenz PJSC "Sberbank", Wissenschaftler des Instituts für Zytologie und Genetik der Russishen Akademie der Wissenschaften, Nowosibirsk — „Imputation von epigenetischen Informationen auf der Grundlage von Methoden des maschinellen Lernens“
- Nariman Battulin, PhD, Leiter des Labors für Genetik Entwicklung des Instituts für Zytologie und Genetik der Russishen Akademie der Wissenschaften, Spezialist für Gentechnik und räumliche Organisation des Genoms — „3D Genomik und Bearbeitung des Genoms von Mäusen“
- Mikhail Skoblow, Leiter des Labors für funktionelle Genomik der föderalen staatlichen haushaltsplangebundenen wissenschaftlichen Einrichtung „Medizinisch-genetisches Wissenschaftszentrum“, Kandidat der Biologie – „Funktionelle Analyse in meinem Herzen“
- Fedor Kolpakow, PhD, Leiter des Bioinformatik-Labors des Föderalen Forschungszentrums für Informations-und Computertechnologien – „BioUML und GTRD - ein langer Weg an die Spitze“
- Aleksej Kommissarow, Kandidat der Bilogie, leitender Wissenschaftler am Chemisch-biologischen Cluster der ITMO-Universität – „Zusammenfassung komplexer Genome“
Im Rahmen des wissenschaftlichen und technologischen Projektbildungsprogramms „Große Herausforderungen“, das gleichzeitig mit der Konferenz im Bildungszentrum „Sirius“ stattfand, hielt Roman Romanow, führender wissenschaftlicher Mitarbeiter der Medizinischen Universität Wien (Österreich), eine Meisterklasse für Schüler, junge Forscher, zum Thema „Wie das Gehirn das Körpergewicht und den Appetit reguliert".