Am 13. April 2021 fand eine Kranz-und Blumenniederlegung anlässlich des 76.Jahrestages der Befreiung Wiens vom Nationalsozialismus statt. Vertreter des russischen diplomatischen Korps nahmen an der Zeremonie teil, die Veranstaltung wurde in Übereinstimmung mit den geltenden Beschränkungen durchgeführt. Die Zeremonie fand traditionell auf dem Schwarzenbergplatz, am Fuße des Heldendenkmals der Roten Armee in Wien, statt.
Am Ende des Krieges war Wien der wichtigste strategische und wirtschaftliche Punkt für das faschistische Deutschland. Die Operation zur Befreiung Wiens dauerte 8 Tage. Wien wurde von den Truppen der dritten und zweiten ukrainischen Front befreit, nachdem der anhaltende Widerstand der Nazis am 13. April 1945 gebrochen worden war. Als Ergebnis der Wiener Offensive wurden 11 Panzerdivisionen der Wehrmacht besiegt, etwa 130 Tausend Soldaten und Offiziere gefangen genommen und über 1,3 Tausend Panzer und selbstfahrende Waffen zerstört und erbeutet. Beispiellose Aufmerksamkeit wurde beim Sturm der Stadt der Erhaltung ihrer Gebäude und Kulturdenkmäler geschenkt. Die sowjetischen Truppen konnten an die südlichen Grenzen Deutschlands gelangen, was die Voraussetzungen für einen entscheidenden Angriff in Richtung Berlin schuf. In den acht Tagen des Sturms fielen mehr als 14 Tausend sowjetische Bürger im Kämpf um die österreichische Hauptstadt. Das Gedenken an die gefallenen Soldaten wurde in der Zeremonie geehrt. Nach Schätzungen von Historikern ruhen etwa 80 Tausend sowjetische Bürger, Soldaten, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge in der österreichischen Erde.