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Österreich-Woche an der MGIMO-Universität: Kultur, Geschichte und moderne Diplomatie

Österreich-Woche an der MGIMO-Universität: Kultur, Geschichte und moderne Diplomatie

Vom 16. bis 20. März fand an der Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO-Universität) eine Reihe einzigartiger Veranstaltungen statt, die der Republik Österreich gewidmet waren. Organisiert wurde die Österreich-Woche vom österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forum „Sotschi-Dialog“ und dem Klub für Deutsche Studien der MGIMO-Universität.

Das Programm der Woche vereinte die unterschiedlichsten Formate: von Wissenswettbewerben und Filmvorführungen bis hin zu akademischen Diskussionen und Kunstausstellungen und wurde so zu einer wichtigen Plattform für alle, die ihren Horizont erweitern möchten und sich beruflich mit der Region beschäftigen.

Eröffnet wurde die Woche mit einem thematischen Quiz zur Kultur und Geschichte Österreichs, bei dem die Studierenden ihr Wissen unter Beweis stellen und neue Fakten über das Land erfahren konnten.

Einen besonderen Platz im Programm nahm die Vorführung des Dokumentarfilms „Die Hasenjagd“ ein, die gemeinsam mit der Alexander-Pechersky-Stiftung organisiert wurde. Der Film widmet sich einem heroischen und tragischen Ereignis – der Flucht sowjetischer Kriegsgefangener aus dem Konzentrationslager Mauthausen. Vor Beginn der Vorführung wandten sich die stellvertretende Direktorin des Forums „Sotschi-Dialog“, Daria Kozlowa, und der Regisseur des Films sowie Vorstandsvorsitzender der Alexander-Pechersky-Stiftung, Ilja Wassiljew, an das Publikum. Die Vorführung war eine wichtige Erinnerung an die gemeinsamen Seiten der Geschichte und die Bedeutung der Bewahrung des historischen Gedächtnisses.

Ein weiteres zentrales Ereignis der Österreich-Woche war eine Videokonferenz zum Thema Kulturdiplomatie. Vor den Studierenden sprachen:

• Wolfgang Scheidt, der berühmte österreichische Dirigent;

• Stanislaw Smirnow, Berater der Botschaft der Russischen Föderation in der Republik Österreich.

Die Teilnehmenden diskutierten über die Kulturprojekte der Botschaft und erhielten die seltene Gelegenheit, sich mit einem Muttersprachler auszutauschen. Für das Forum „Sotschi-Dialog“ war dieses Treffen der Auftakt für eine künftige Zusammenarbeit: Bereits im April startet in Jaroslawl gemeinsam mit Maestro Schaidt das Bildungsprojekt „Die Stimme der Musik“.

Den Abschluss der Woche bildete ein Rundtischgespräch, das Expertinnen und Experten sowie studentische Forscherinnen und Forscher in einem hybriden Format zusammenbrachte. Die Teilnehmenden hielten Vorträge zu den aktuellsten Herausforderungen, denen sich die Republik gegenübersieht:

• Die Zukunft der Neutralität: Jegor Beljatschkow analysierte die Perspektiven der österreichischen Neutralität vor dem Hintergrund der globalen Krise.

• Migration und Identität: Vadim Truchatschow (Finanzuniversität) und Wiktoria Skrypnik beleuchteten Integrationsprobleme, während Evgenij Worobjow die Ursprünge der Entstehung des österreichischen Selbstbewusstseins erörterte.

• Soft Power und öffentliche Beziehungen: Anna Mironowa enthüllte die Geheimnisse des österreichischen Einflusses im 21. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit des Publikums erregte der Vortrag von Tatjana Tschikischewa, der sich einer eingehenden Analyse der Arbeit des Forums „Sotschi-Dialog“ widmete.

Das Interesse der akademischen Gemeinschaft an den Aktivitäten unserer Plattform bestätigt einmal mehr die Rolle des Forums „Sotschi-Dialog“ als effektive Brücke für den Aufbau von Experten- und gesellschaftlichen Beziehungen.

Neben den bereits erwähnten Veranstaltungen ist an der Universität die ganze Woche über und bis zum 26. März eine Fotoausstellung mit den besten Arbeiten des internationalen Wettbewerbs FOTORUAT zu sehen, der vom Österreichischen Freundschaftsverein organisiert wurde. Die Ausstellung zeigt Aufnahmen russischer und österreichischer Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Gewinnerinnen und Gewinner aus verschiedenen Jahren , die durch die Linse der Kamera den einzigartigen Charakter und die Vielfalt beider Länder eingefangen haben.

Das Projekt wurde mit tatkräftiger Unterstützung des Klubs für Deutsche Studien der MGIMO-Universität realisiert. Wir danken unseren Kolleginnen und Kollegen für die fruchtbare Zusammenarbeit und den bedeutenden Beitrag zur Organisation der Veranstaltungen: Dank Ihrer Beteiligung verlief die „Österreich-Woche“ auf hohem Niveau und stieß auf so große Resonanz. Wir freuen uns über unsere Partnerschaft!