Am 9. März besuchte Karin Kneissl, ehemalige österreichische Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres (von 2017 bis 2019) das Moskauer Staatliche Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO-Universität). Frau Kneissl wurde von A.A. Bajkow, Prorektor für wissenschaftliche Arbeit und internationale Zusammenarbeit, Dekan der Fakultät für Internationale Beziehungen, empfangen. Karin Kneissl erzählte den Bachelor- und Masterstudierenden über die aktuelle Situation auf dem globalen Ölmarkt sowie über die Zukunft der Energiekooperation zwischen Russland und der Europäischen Union.
Das Treffen war eine Fortsetzung des fakultätsübergreifenden Vorlesungskurses über die Entwicklung des globalen Energiemarktes, den Karin Kneissl den Studenten des MGIMO-Masterstudiengangs im Frühjahr im Online-Format vorlas. Dieses Mal wurde das Problem der Volatilität der Preise auf dem Ölmarkt zum Thema des Gesprächs. Dr. Kneissl sprach über die wichtigsten Faktoren, die die Situation auf dem Ölmarkt bestimmen, und teilte ihre Auffassung mit den Studenten darüber, wie die Coronavirus-Pandemie, die Entwicklung neuer Technologien, die Erweiterung erneuerbarer Energiequellen sowie die wechselnde Nachfrage nach Öl und wichtige Infrastrukturprojekte in Europa und Asien den Energiemarkt beeinflusst haben.
An der Veranstaltung beteiligten sich die Zuhörer des Frühlingskurses über die Ölmärkte, die Vertreter des Studienklubs „Deutschland“ der wissenschaftlichen Studentengesellschaft der MGIMO-Universität, außerordentlicher Professor für Orientalistik, führende Expertin des Zentrums ASEAN E. W. Koldunowa und Direktorin des Sekretariats des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ M. D. Matweewa. Nach der Vorlesung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen über die Zukunft der Ölpreise, den grünen Kurs der Europäischen Union und die Perspektiven der Energiekooperation zwischen Russland und der EU zu stellen.
Abschließend hob A. A. Bajkow hervor, dass Karin Kneissl enge Freundin der MGIMO-Universität sie und dass sowohl Studenten als auch Hochschullehrer immer froh seien, sie zu empfangen.
Karin Kneissl ist seit einigen Jahren Gastprofessorin an der MGIMO-Universität. Im Jahr 2018 besuchte sie auf Einladung des russischen Außenministers Sergej Lawrow die MGIMO-Universität im Rahmen eines Russland-Besuchs. Im Zuge eines Arbeitstreffens zwischen K. Kneissl und S. Lawrow im März 2019 in Moskau wurde die gemeinsame Ministererklärung über die Gründung des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ unterzeichnet. Die beiden Seiten vereinbarten, zum wirksamen Funktionieren des Forums und zur Umsetzung der gefragten Projekte beizutragen, die Lösungen für die Probleme der Gesellschaft bieten. Im Jahr 2019 trat Kneissl mit der Präsentation ihres Buches „Prinz Eugen: Vom Außenseiter zum Genie Europas“ erneut vor Studenten der MGIMO-Universität auf. Am 9. Dezember 2019 hielt der Sotschi-Dialog die Präsentation des Kneissl-Buches im Puschkin-Museum. An der Veranstaltung nahmen A. A. Fursenko, Ko-Vorsitzender des Sotschi-Dialogs, Berater des Präsidenten der Russischen Föderation, und M. D. Loschak, Direktorin des Puschkin-Museums teil. Im Jahr 2020 hielt Kneissl im Online-Format einen Vorlesungskurs in englischer Sprache für die MGIMO-Studenten über aktuelle Fragen der Entwicklung des globalen Energiemarktes sowie einen Vortrag für die Mitglieder des Studienklubs „Deutschland“ über die Rolle der EU in der neu entstehenden Weltordnung.