Am 6. Mai fand im Nationalen Zentrum Russland die Vorführung des Theaterstücks zur Rekonstruktion des Nürnberger Prozesses statt. Die Veranstaltung wurde von der Moskauer Staatlichen Linguistischen Universität mit Unterstützung des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ und des Nationalen Zentrums Russland zu Ehren des 80. Jahrestages des Großen Sieges organisiert.
Das Publikum der Aufführung wurde in den Saal 600 des Justizpalastes in Nürnberg versetzt, wo die entscheidenden Sitzungen des internationalen Tribunals stattfanden. Die Besonderheit der Aufführung war die Simultanübersetzung aus dem Englischen, Deutschen und Französischen. Die Schlüsselmomente der Sitzung - von der Anklage der Nazi-Kriegsverbrecher bis zum endgültigen Urteil - wurden von LehrerInnen und StudentInnen der Moskauer Staatlichen Linguistischen Universität nachgestellt.
Konstantin Mogilewskij, stellvertretender Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation, sagte vor der Aufführung vor Journalisten: „Es ist wichtig, junge Menschen anzusprechen, um die historische Erinnerung zu bewahren und weiterzugeben, und wir sollten immer nach Formen suchen, die für junge Menschen verständlich und interessant sind. Ich habe den Eindruck, dass die Aufführung, die von den Jugendlichen selbst gestaltet wurde, diese Parameter voll erfüllt“. Zweifellos zeigt die Veranstaltung, die auf Initiative von Studierenden der Moskauer Staatlichen Linguistischen Universität entstanden ist, wie wichtig es ist, die historische Wahrheit zu bewahren, insbesondere am Vorabend des 80. Jahrestages des Großen Sieges.
Die Idee für die Aufführung entstand auf einer wissenschaftlichen Konferenz, auf der das Thema der Übersetzungsprobleme, insbesondere der Simultanübersetzung, zur Sprache kam, betonte die Rektorin der Moskauer Staatlichen Linguistischen Universität, Irina Kraewa. „Wir sprechen jetzt darüber, wie wichtig es ist, die historische Wahrheit zu kennen, die historische Wahrheit zu bewahren, und wir glauben auch, dass unsere Jungendlichen gelehrt werden sollten, diese historische Wahrheit zu verteidigen. Und das Nürnberger Prozess ist natürlich ein hervorragendes Material für die Verwirklichung solcher Ideen. Außerdem ist es sehr logisch für unsere berufliche Ausrichtung - wir bilden Übersetzerinnen und Übersetzer aus“, sagte der Rektor der MSLU.
Die Universität selbst hat die Produktion mit Unterstützung des des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“organisiert. Laut Maria Matweewa, der Direktorin des Forums, ist das Forum der einzige Mechanismus zwischen Russland und Österreich, der mit europäischen Ländern funktioniert. Darüber hinaus schenkt das Forum „Sotschi-Dialog“ der Jugendzusammenarbeit besondere Aufmerksamkeit, betonte Maria Matweewa.
Quelle:
RIA Russische Nachrichtenagentur https://ria.ru/20250506/moskva-2015391011.html
Russische Nachrichtenagentur TASS https://tass.ru/obschestvo/23869379