Zusammenfassung
- Startdatum: 23.08.2021
- Enddatum: 23.08.2021
- RU: Круглый стол «Австрия-Россия: историко-культурные встречи»
- Status: Abgeschlossen
Am 23. August 2021 fand mit Unterstützung des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ der Runde Tisch der österreichisch-russischen Historikerkommission „Kultur-historische Begegnungen Österreich-Russland“ statt.
Als Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil: Botschafterin, Sonderbeauftragte des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Margot Klestil-Löffler; Ko-Vorsitzender des Sotschi-Dialogs auf österreichischer Seite Dr. Christoph Leitl; Ko-Vorsitzender des Sotschi-Dialogs auf russischer Seite Andrej Fursenko; außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Österreich in der Russischen Föderation Werner Almhofer; außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Österreich Dmitrij Ljubinskij; Präsidentin der Salzburger Festspiele Dr. Helga Rabl-Stadler.
Andrej Fursenko wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass dieser Runde Tisch bereits die vierte Veranstaltung des Forums in diesem Jahr ist, die dem Thema Kulturgüter gewidmet ist (dieser Veranstaltung gingen die Runden Tische „Das Erbe der österreichisch-ungarischen Monarchie und des Russischen Reiches in Mittel-und Osteuropa“, „Schutz von Kulturgütern: österreichisch-russischer Kooperationsraum“ und „Die Kraft der Kunst insbesondere auch in Krisenzeiten“ voraus), was „den hohen Bedarf an dem österreichisch-russischen Kulturdialog“ beweist.
Russischer Botschafter in Österreich Dmitrij Ljubinskij sagte, gerade die Zusammenarbeit im kulturellen Bereich sei ihrer Art eine „positive Konstante“ im gesamten Verlauf der österreichisch-russischen Beziehungen.
Während des kultur-historischen Treffens wurden die Vorträge zu verschiedenen Aspekten der Geschichte der Interaktion und der gegenseitigen Durchdringung von Kulturen Österreichs und Russlands präsentiert.
Dr. Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, erzählte über ein Jahrhundert der künstlerischen Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Kunst und über die Rolle der Kultur als politischer und friedensstiftender Identitätsfaktor.
Prof., Dr. art., Prorektorin des Staatlichen Sibirischen Dmitrij Chvorostovskij-Instituts der Künste Swetlana Vojtkevitsch hielt den Vortrag „Puschkin und Mozart. Zwei Genies, zwei Welten, zwei „neue Nachweise“, in dem sie die beiden Genies verglich, die für viele Generationen zu „ästhetischen Orientierungspunkten“ wurden, sowie ihren Einfluss auf die Kunst. Die Referentin betonte, dass dies die erste Teilnahme des Sibirischen Staatlichen Instituts der Künste an der Veranstaltung des Forums sei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung äußerten die Hoffnung auf weitere wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit vertretenden Personen von einer so großen Region mit solcher wertvollen und interessanten Kultur.
Prof. Dr. phil., Leiter des Lehrstuhls für ausländische Literatur der Alexander Herzen-Staatlichen Russischen Pädagogischen Universität Aleksej Zherebin sprach in seinem Vortrag über das österreichische Modell der Moderne, seine Besonderheiten und seine Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens, einschließlich Kultur und Kunst.
Ko-Vorsitzender der österreichisch-russischen Historikerkommission, Mitglied des Koordinierungsausschusses des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ Prof. Stefan Karner sprach in seiner Rede über den berühmten österreichischen modernistischen Dichter Rainer Maria Rilke und seine Begegnung mit Russland, die er später als seine Heimat bezeichnete. Der Dichter war absolut verliebt in die russische Kultur, beherrschte perfekt die russische Sprache, verkehrte brieflich mit Pasternak, Tswetajewa, Lew Tolstoj, Alexander Benoit und Spiridon Drozhin. Direktor des Staatlichen V.I. Dahl-Museums für russische Literaturgeschichte Dmitrij Bak ergänzte den Vortrag von Dr. Karner und erzählte über den Einfluss von Rilke auf die russische Literatur und Sprache.
Berühmter Bildhauer Vadim Kosmatschof erzählte über seine „russisch-österreichische Lebensgeschichte“, über seinen Weg als Künstler und die interessantesten seiner Werke.
Historiker, Privatgelehrter, Orgelsachverständiger, Korrespondent der Historischen Landeskommission für Steiermark Dr. Gottfried Allmer hielt den Vortrag zum Thema „Die Rettung steirischer Kulturgüter im Schloss Herbstein durch die Rote Armee 1945“. In diesem Zusammenhang wurde in Zuge des Runden Tisches das neue Buch von Stefan Karner und Barbara Stelzl-Marx „Sigmund von Herberstein, Moscovia. Die Reisen nach Moskau. Bedeutung und Erbe“ dargestellt. Die Präsentation dieses Buches ist im Rahmen einer der nächsten Sitzungen der österreichisch- russischen Historikerkommission in Moskau geplant.
Zum Abschluss der Sitzung hielten die Ko-Vorsitzenden der österreichisch-russischen Historikerkommission Professor Stefan Karner und Professor Alexandr Tschubarjan die Abschlussrede, in der sie betonten, dass „die von den Referentinnen und Referenten gehaltenen Berichte weitere Ausblicke in Bezug auf die kulturellen Werte unserer Länder schaffen“, was zweifellos eine wichtige Aufgabe für die Entwicklung des Dialogs zwischen Russland und Österreich ist.