Login

Passwort vergessen? Anmeldung
Kultur
„Die Stimme der Musik“: Die Wiederbelebung der musikalischen Brücke zwischen Wien und Jaroslawl

„Die Stimme der Musik“: Die Wiederbelebung der musikalischen Brücke zwischen Wien und Jaroslawl

Das groß angelegte Bildungsprojekt „Die Stimme der Musik. Akademie junger Dirigenten“, das als kreative Brücke zwischen Salzburg und Jaroslawl konzipiert wurde, hat in Russland wieder seine Klänge erklingen lassen.

Das groß angelegte Bildungsprojekt „Die Stimme der Musik. Akademie junger Dirigenten“, das als kreative Brücke zwischen Salzburg und Jaroslawl konzipiert wurde, hat in Russland wieder seine Klänge erklingen lassen. Nach einer erzwungenen Pause kehrte das legendäre Projekt mit Unterstützung des Forums „Sotschi-Dialog“ zurück, um die Traditionen der Wiener Klassik mit der Energie einer neuen Generation russischer Musiker zu vereinen.

Wahre Kunst lässt sich nicht „auf Eis legen“. Ende April verwandelte sich Jaroslawl unter der Leitung des österreichischen Maestros Wolfgang Scheidt in ein wahres „kreatives Labor“. Die Erfahrung von Professor Scheidt ist einzigartig. Er arbeitete als Assistent der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts – Leonard Bernstein und Herbert von Karajan. Diese unschätzbare Erfahrung gab der Maestro an die 15 besten studierenden Dirigentinnen und Dirigenten aus ganz Russland weiter, die für die Teilnahme an der Akademie ausgewählt worden waren.

Die Grundlage der Arbeit von „Die Stimme der Musik“ bildeten keine trockenen akademischen Vorlesungen, sondern ein lebendiger Dialog und die Weitergabe des Handwerks „von Hand zu Hand“. Die Hingabe des Maestros an seine Arbeit wurde für die Schüler zum Vorbild wahrer Professionalität: Weder stundenlange Flüge noch sein Gesundheitszustand hinderten ihn daran, nach Jaroslawl zu kommen.

Das Programm der Akademie war reich an Veranstaltungen, von denen jede die Teilnehmer dem Verständnis der Magie der Interaktion mit dem Orchester näherbrachte:

·      Die ersten Takte. Das Projekt begann mit einer Reihe von Meisterkursen, in denen die Studenten in die Theorie und Praxis des Wiener Interpretationsstils eintauchten.

·      Arbeit mit dem Orchester. Am zweiten und dritten Tag diente das Symphonieorchester der Gouverneursverwaltung Jaroslawl als Plattform für praktische Übungen. Unter der einfühlsamen Leitung von Wolfgang Scheidt arbeiteten die jungen Dirigentinnen und Dirigenten an der Ersten Symphonie von Fritz Reiner und an einem großen Werk der deutschen Klassik – der Siebten Symphonie von Ludwig van Beethoven.

·      Einblick in die Details. Die Proben wurden von Gesprächen begleitet, in denen der Maestro Geheimnisse seines Fachs und persönliche Erfahrungen von Auftritten auf den größten Bühnen der Welt weitergab.

Den Höhepunkt des Projekts bildete am 24. April ein großes Konzert in der Akademischen Philharmonie Jaroslawl, das dem Schaffen Ludwig van Beethovens gewidmet war. Auf dem Programm standen die Ouvertüre zum Ballett „Die Schöpfung des Prometheus“, die Sinfonie Nr. 1 und die grandiose Sinfonie Nr. 7.

Zur Eröffnung des Abends verlas die stellvertretende Direktorin des Forums „Sotschi-Dialog“, Daria Kozlowa, eine Grußbotschaft des Beraters des Präsidenten der Russischen Föderation und Co-Vorsitzenden des Forums, Andrej Fursenko:

„Unter den gegenwärtigen Umständen kommt der Entwicklung der Kulturdiplomatie eine besondere Bedeutung zu. Musik ist eine universelle Sprache, die es uns ermöglicht, einander ohne die Hilfe eines Dolmetschers zu hören und zu verstehen.“

Für die Studierenden war der Auftritt mit dem Gouverneursorchester ein echter Einstieg auf die große Bühne, und für das Publikum ein Beweis dafür, wie die Wiener Traditionen in den Händen junger russischer Talente wieder zum Leben erweckt werden.

Das Projekt endete am 25. April mit einem abschließenden Meisterkurs, bei dem die Teilnehmer die einmalige Gelegenheit erhielten, selbst am Dirigentenpult zu stehen. Timur Nannikow, Teilnehmer der Schule und Student am Staatlichen Konservatorium Petrosawodsk, teilte seine Eindrücke mit: „Es ist eine einzigartige Erfahrung, mit einem Orchester zu arbeiten und zu verstehen, wie die Magie zwischen dem Dirigenten und den Orchestermusikern entsteht und wie sie sich gegenseitig verstehen.“

„Die Stimme der Musik“ hat einmal mehr bewiesen: Wenn sich Profis aus verschiedenen Ländern für die Kunst zusammenschließen, verschwinden Grenzen. Wir danken Jaroslawl für den herzlichen Empfang und die unglaubliche Atmosphäre der gemeinsamen Kreativität.

Weitere Informationen

  • Startdatum:  20.04.2026