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Kultur
In St. Petersburg fand die Premiere des Films „Hasenjagd“ statt

In St. Petersburg fand die Premiere des Films „Hasenjagd“ statt

Am 18. Juni fand im Grünen Saal des Museums für Theater- und Musikkunst im Rahmen des Kulturprogramms des Internationalen Sankt Petersburger Wirtschaftsforums die Weltpremiere des Dokumentarfilms „Hasenjagd“ der Alexander-Pechersky-Stiftung statt.
Der Film beschreibt die Ereignisse vom 3. Februar 1945, als fast 500 sowjetische Kriegsgefangene das Unmögliche schafften – sie brachen aus dem Todesblock des größten Konzentrationslagers des Dritten Reiches, Mauthausen, aus.
Sie überwanden zwei Stacheldrahtzäune und flohen in die Umgebung. Auf sie wurde eine Jagd ausgerufen, an der neben Soldaten auch „Friedensbewohner“ teilnahmen – Verkäufer lokaler Geschäfte, Hausfrauen und einfache Bewohner der umliegenden Dörfer.
Im Rahmen der Premiere des Films „Hasenjagd“ in Sankt Petersburg hielt Maria Matweewa, Direktorin des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“, eine Begrüßungsrede: „Der im Mai 2019 auf Initiative der Präsidenten Russlands und Österreichs gegründete Dialog ist derzeit der einzige funktionierende Mechanismus für die bilaterale Zusammenarbeit mit europäischen Ländern. Im Rahmen seiner Tätigkeit widmet der Dialog der Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Entwicklung internationaler humanitärer Beziehungen große Aufmerksamkeit, was die hohe Bedeutung dieser Veranstaltung für uns bedingt.“
Ilya Wasilyew, Vorstandsvorsitzender der Alexander-Pechersky-Stiftung, betonte: „Die Geschichte von Mauthausen verbindet unsere Länder. Je mehr Bücher wir schreiben und Filme drehen, die die tragischen Ereignisse unserer gemeinsamen Geschichte beschreiben, desto besser werden die Beziehungen zwischen den Völkern sein.“
Irina Klimovitskaya, wissenschaftliche Sekretärin des Staatlichen Museums für Theater- und Musikkunst in St. Petersburg, hob besonders hervor, dass für die Häftlinge von Mauthausen das Gefühl der Menschenwürde der höchste Wert war. Irina wünschte den Gästen der Premiere nicht nur einen angenehmen Filmabend, sondern auch einen gehaltvollen Abend.
Zu den Gästen der Veranstaltung gehörte auch der Leiter des Projekts „Digitale Geschichte“, Egor Jakowlew. Er schrieb den Titelsong zum Film, der bei der Vorführung live zu hören war. In seiner Ansprache an das Publikum bezeichnete Egor die Geschichte von Mauthausen als einzigartige Geschichte und fantastischen Sieg des menschlichen Geistes.
Die Veranstaltung wurde von der Alexander-Pechersky-Stiftung, dem Forum „Sotschi-Dialog“ und „Digitale Geschichte“ mit Unterstützung des Instituts für Internetentwicklung organisiert.
Der Dokumentarfilm „Hasenjagd“ ist nicht nur eine Rekonstruktion der Ereignisse, sondern ein Versuch, die Tragödie zu verstehen und von der Kraft des Geistes und den Schrecken der Ideologie des Hasses zu erzählen.