Zusammenfassung
- Startdatum: 03.02.2021
- Enddatum: 03.02.2021
- RU: Онлайн-лекция «Побег советских офицеров из 20 блока концлагеря Маутхаузен 2 февраля 1945 года»
- Status: Abgeschlossen
Die Heldentat, die die Gefangenen aus dem 20. Block vollbracht haben, wurde von keinem Soldaten keiner Armee der Welt wiederholt (W. Serkez, Regisseur des Films „Der 20. Block. Hasenjagd“).
Am 3. Februar um 15.30 Uhr fand der Online-Vortrag „Der Massenausbruch sowjetischer Offiziere aus dem Block 20 des KZ Mauthausen am 2. Februar 1945“ statt. Der Vortrag wurde von A.W. Konopatchenkow, Doktor, Vorstandsvorsitzendem der Gesellschaft der ehemaligen russischen Gefangenen des Konzentrationslagers Mauthausen (OBRUM), Mitglied des Internationalen Lagerkomitees Mauthausen, amtierendem Direktor der Rotkreuzschwester-Schule namens St. Dmitri, gehalten.
A.W. Konopatchenkow berichtete über das KZ Mauthausen, das sich auf dem Gebiet Österreichs befindet. Mauthausen war lange Zeit ein Konzentrationslager der dritten Kategorie, in dem die Haftbedingungen am schwierigsten waren.
Im Sommer 1944 wurde im KZ ein besonderer „Block Nr. 20“ geschaffen, Mauthausens Häftlinge nannten ihn sofort „Todesblock“. Mit Ausnahme von einer kleinen Anzahl von jugoslawischen Partisanen waren im "Block № 20" ausschließlich gefangene Soldaten und Offiziere der Roten Armee inhaftiert. Es ging um diejenigen, die durch Tortur nicht gebrochen werden konnten, diejenigen, die in früheren Lagern Untergrundgruppen sammelten und Fluchten vorbereiteten. Die durchschnittliche Haftdauer der Gefangenen im 20. Block betrug nur ein paar Wochen, sehr selten – ein paar Monate: jeden Tag starben dort 20 bis 30 Menschen.
"Aber selbst in einer solchen verzweifelten Situation kämpften die Gefangenen gegen den Nationalsozialismus. In der Nacht zum 2.Februar 1945 erhob sich eine Gruppe von Gefangenen zum Aufstand. Trotz der Kälte, tiefer Schnee, des Mangels an Waffen und notwendigen Vorräten, physischer und psychischer Erschöpfung und des Verrats eines Kameraden, geling es einer Gruppe von Gefangenen (von mehr als 400 Personen) von Wachmännern loszuwerden und zu fliehen. Nach der Flucht begann die brutale Verfolgung der Flüchtlinge, die als „Mühlviertel-Hasenjagd“ in die Geschichte einging. Die lokale Bevölkerung und Einheiten der SS, der Wehrmacht und der Hitlerjugend verfolgten und töteten fast alle Geflüchteten brutal. 11 ehemalige Gefangene schafften es, knapp mit dem Leben davonzukommen", - hob A. W. Konopatchenkow hervor.
Nicht immer sei die Einstellung zu den Gefangenen in unserer Gesellschaft richtig, so der Dozent. Seit den vierziger und fünfziger Jahren werden Gefangene leider als Verräter wahrgenommen, aber das ist überhaupt nicht der Fall.
Die Helden, die aus einem der grausamsten Nazi-Konzentrationslager eine Massenflucht schafften, verdienen besonderes Gedenken, aber leider ist dies eine Seite unserer Geschichte, von der nur wenige wissen, und deshalb ist die Berichterstattung über dieses Thema in unserer Zeit besonders wichtig und notwendig.
Nach dem Vortrag hatten alle Zuhörer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über verschiedene Themen, einschließlich der Perspektiven der zukünftigen wissenschaftlichen Forschung und der Dreharbeiten des Spielfilms über die Schicksale der Gefangenen des 20. Blocks zu diskutieren.
Der Künstler Peter Grigoriev betonte die Bedeutung der Verbreitung von Informationen über den Aufstand gerade in der Kunstgemeinschaft. Elena Skvortsova, Geschäftsführerin der regionalen gesellschaftlichen Organisation „Gesellschaft der Freundschaft mit Österreich“, hob die besondere Bedeutung des Themas der Veranstaltung hervor.
Natalya Mikhailovna Rybchinskaya, die Tochter eines der geflüchteten Gefangenen, hat auch die Veranstaltung besucht und hat sich von Herzen bei den Organisatoren für die Bewahrung des Gedenkens an die Leistung ihres Vaters bedankt.
Die Veranstaltung wurde von der regionalen gesellschaftlichen Organisation «Gesellschaft der Freundschaft mit Österreich» mit Unterstützung des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums «Sotschi-Dialog» und der staatlichen haushaltsplangebundenen Bildungseinrichtung der Abteilung für Gesundheitswesen der Stadt Moskau „Rotkreuzschwester-Schule namens St. Dmitri" organisiert.