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Kultur
Theaterdialoge zwischen Russland und Österreich

Theaterdialoge zwischen Russland und Österreich

Zusammenfassung

Am 3. Dezember 2021 fand der runde Tisch „Arbeit der Theaterhäuser in Zeiten von COVID-19: Herausforderungen und Schwierigkeiten; lessons learnt?“. Organisatoren des Projekts sind das österreichisch-russische zivilgesellschaftliche Forum „Sotschi-Dialog“ und das Österreichische Kulturforum Moskau.

Am 15. Mai 2019 wurde von Außenminister Russlands Sergej Lawrow und seiner österreichischen Kollegin Karin Kneissl eine Vereinbarung über die Durchführung des Jahres der Literatur und des Theaters Österreich-Russland 2020-2021 getroffen. Angesichts der Pandemie und der geltenden Quarantänebeschränkungen wurde beschlossen, das bilaterale freundliche Programm bis Ende 2022 zu verlängern. Der Veranstaltungszyklus „Theaterdialoge zwischen Österreich und Russland“ findet im Rahmen des Jahres der Literatur und des Theaters Österreich – Russland statt.

Als Ehrengäste nahmen an dem runden Tisch „Arbeit der Theaterhäuser in Zeiten von COVID-19: Herausforderungen und Schwierigkeiten; lessons learnt?“ teil: Andrej Fursenko, Berater des Präsidenten der Russischen Föderation, Ko-Vorsitzender des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“; Dr. Werner Almhofer, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Republik Österreich in der Russischen Föderation; Dmitrij Ljubinskij, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Österreich; Dr. Margot Klestil-Löffler, Botschafterin, Sonderbeauftragte des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten. Fabian Ortner, Direktor des Österreichischen Kulturforums Moskau, Kultur-Attaché der Österreichischen Botschaft in Moskau, tritt als Moderator der Diskussion auf.

Dr. Margot Klestil-Löffler wies in ihrer Begrüßungsrede auf die Bedeutung von Kultur in den österreichisch-russischen Beziehungen und die Rolle des Sotschi-Dialogs in der Entwicklung von Kulturbeziehungen zwischen den beiden Ländern hin.

„Besonders wichtig ist die Rolle des Kulturdialogs in den Beziehungen zwischen Österreich und Russland. Dieser Kulturdialog schafft das Vertrauen zwischen Menschen, Kultur- und Kunstschaffenden und natürlich zwischen den Staaten. Der Sotschi-Dialog ist eine Plattform, die es ermöglicht, den kulturellen Dialog zu stärken, Kontakte herzustellen, Kommunikation, Meinungsaustausch und die Teilnahme an Diskussionen zu fördern“, sagte Dr. Margot Klestil-Löffler, Botschafterin, Sonderbeauftragte des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich Dmitrij Ljubinskij das hohe Niveau der Tätigkeit des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“ auch unter den Bedingungen der Quarantänebeschränkungen.

„Es ist erfreulich, dass der Sotschi-Dialog auch in Zeiten der Pandemie sein aktives Engagement behält, sich kreativ an die sich ändernden Bedingungen anpasst und neue Initiativen generiert. Unser Treffen in diesem Format bestätigt dies heute und eröffnet einen neuen Zyklus von Dialogen, Diskussionen über das Theaterleben in Zeiten von Covid-19“, betonte der Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Österreich.

Andrej Fursenko, Berater des Präsidenten der Russischen Föderation, Ko-Vorsitzender des österreichisch-russischen zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“, wies auf die Reihe von gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Österreichischen Kulturforum Moskau, die zur Durchführung am Rande des 9. St. Petersburger Internationalen Kulturforums im November 2021 geplant wurden. Eines der wichtigsten Projekte war das Musikprogramm des interdisziplinären Ensembles, bestehend aus Studierenden der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Leider fand das Forum in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nicht statt.

Andrei Fursenko betonte, dass der Sotschi-Dialog trotz allen Schwierigkeiten seine aktive Arbeit fortsetzt, und äußerte seine Hoffnung darauf, dass das Projekt „Theaterdialoge zwischen Österreich und Russland“ sowohl für die Referentinnen und Referenten als auch für die Zuhörenden in höchstem Maße gefragt und nützlich sein werde.

Während des runden Tisches wurden die Hauptprobleme, mit denen Theatereinrichtungen infolge der Pandemie konfrontiert waren, sowie die Geschichten der Überwindung dieser Schwierigkeiten aus der persönlichen Erfahrung der Theaterleiter beleuchtet.

Wladimir Urin, Generaldirektor des Bolschoi-Theaters in Moskau, erzählte über das Funktionieren des Theaters bei den geltenden Quarantänebeschränkungen.

Künstlerischer Leiter des Alexandrinski-Theaters in Sankt Petersburg Walerij Fokin erzählte über die Errungenschaften des Theaters während der Pandemie, darunter die gespielten Premieren, die Schaffung einer eigenen virtuellen Plattform „Andere Szene“, auf deren Grundlage viele neue Projekte umgesetzt wurden. Walerij Fokin unterstrich die Notwendigkeit der Erhaltung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Theaterkultur und teilte die Pläne des Alexandrinski-Theaters für 2022 mit, die einen Austausch mit dem Burgtheater in Wien beinhalten.

„Internationale Kontakte sind wichtig. Auf keinen Fall darf man jetzt die internationalen Verbindungen verlieren, denn unter keinen Umständen sollte der Korridor der Kultur, der Korridor der Theaterkultur, geschlossen werden. Deshalb sind wir auf den Dialog eingestellt», sagte Walerij Fokin.

Am runden Tisch nahmen auch folgende prominente Kulturschaffende teil: Roland Geyer, Intendant am Theater an der Wien; Kay Voges, Direktor des Volkstheaters Wien; Dmitry Bertman, künstlerischer Leiter der Helikon-Oper in Moskau; Alexandra Althoff, stellvertretende künstlerische Leiterin am Burgtheater Wien. Sie diskutierten über das Planungsprozess in Theatern in Zeiten der Unsicherheit. Die Aufmerksamkeit wurde auch den Perspektiven der Entwicklung der Zusammenarbeit im Bereich der Theaterkunst zwischen Österreich und Russland gewidmet.

Zum Abschluss der Diskussion sprach Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Republik Österreich in der Russischen Föderation Dr. Werner Almhofer. In seiner Rede betonte er die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit im Bereich des Theaters zwischen den Staaten, zwischen verschiedenen Theaterfestivals und Bildungseinrichtungen zu verstärken. Der russische Botschafter in Österreich Dmitrij Lubinskij sagte, dass das gegenseitige Interesse sehr groß sei, der Dialog werde stärker, und dankte den Organisatoren und Teilnehmenden des runden Tisches für die Verkörperung der Initiative „Theaterdialoge zwischen Österreich und Russland“.